Architektur und Bauen sind beides wesentliche Bestandteile einer Volkskultur, doch der Unterschied zwischen den Begriffen ist enorm. Bauen ist die große Masse. Der Versuch Architektur, insbesondere in der Provinz, zu betreiben hebt sich von reinem Bauen ab. Er ist anstrengend, aber er lohnt sich, - vielmehr als einfach nur zu bauen.
Private Auftraggeber, die Industrie und die öffentliche Hand zählen zu unseren Bauherren. Die Unterschiede, die sich aus diesen verschiedenen Kundengruppen ergeben, sind mir durch über 50 Jahre Erfahrung in der Baubranche bekannt.
Dabei sehe ich gerade im Bereich öffentlicher Bauten Chancen für die Architektur. Hier ist die Wirtschaftlichkeit, die Nachhaltigkeit im Zusammenwirken und der jahrzehntelangen Erfahrung des öffentlichen Dienstes mit freien Architekten ein Garant für anspruchsvolle Architektur. Qualität und Nachhaltigkeit sind die Eigenschaften, die diese Architektur auszeichnen, und nach denen es sich lohnt zu streben.
Bei jedem Bauvorhaben unzählige Vorschriften und die baulichen Gegebenheiten zu beachten und am Ende eine anspruchsvolle Architektur hervorzubringen ist eine Aufgabe, die gewaltige Energie und Ausdauer verlangt und nur in einem Miteinander möglich ist.
Das Sprichwort „10% Inspiration, 90% Transpiration“ bewahrheitet sich in unserer Tätigkeit als Gesamtverantwortliche für ein Bauwerk sehr häufig. Deshalb brauchen wir ein Zusammenwirken von Jung und Alt, von neuen Ideen und langjähriger Erfahrung, gepaart mit Toleranz und einer klaren Linie, um die Zukunft des Bauens und der Architektur voranzutreiben.